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Kinder, die bei anderen Freizeitangeboten oft anecken, sollen hier Erholung und Spaß haben. Klettern ist klar strukturiert mit immer wiederkehrenden Handlungsabläufen. Das gegenseitige Sichern fördert das Selbstwertgefühl, Grenzen werden entdeckt und mit viel Spaß verschoben. Die Erlebnispädagogin der ab&p ist für das Klettern mit besonderen Kindern an künstlichen Kletteranlagen speziell ausgebildet. Dieses Training ist besonders geeignet für Kinder mit ADS/ADHS, Asperger und für blinde Kinder. Es findet in der Kletterhalle Tivoli Rock statt.
Beim Klettertraining lernen die Kinder die Grundtechniken des Kletterns an künstlichen Kletteranlagen. Sie sichern sich gegenseitig und lernen, dass man beim Klettern auf den Anderen angewiesen ist und dass jeder Verantwortung übernehmen muss. Klettern ist klar strukturiert mit immer gleichen Regeln und wiederkehrenden Handlungsabläufen.
Diese Strukturen kommen gerade Kindern mit Defiziten im Sozialen und in der Kommunikation entgegen. Das Vertrauen zum Einzelnen, aber auch zur Gruppe und zur Leitung wird gestärkt. Durch das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis verändert sich die Beziehung. „Wenn Du mich gut sicherst, sichere ich Dich auch gut!“ Die Kinder können sich ihrer Verantwortung dem Kletterpartner gegenüber nicht entziehen und die Solidarität wird in der Gruppe gesteigert.
Sie
lernen aber nicht nur soziale Fähigkeiten, sondern beim Klettern wird
besonders die Motorik geschult. Folgende Körperkomponenten werden beim
Klettern aufgebaut: Körperspannung, Kraftdosierung, Koordination,
Kondition, Grobmotorik, Feinmotorik, Druck und Zug, Spüren von
Oberflächenbeschaffenheit, Gleichgewicht, und nicht zuletzt
Bewegungsplanung und Bewegungsmuster.
Die kognitiven Komponenten beim Klettern sind die Konzentration, die Ausdauer, die Merkfähigkeit, Speicherfähigkeit, Strukturen erkennen und umsetzen und die Transferleistungen.
Durch das Klettern wird auch die psychische Verfassung des Kindes verbessert. Es lernt Vertrauen in sich selbst, zum Partner und zum Material bzw. zur Technik. Das Selbstwertgefühl wird durch die eigene Leistung, aber auch durch die Verantwortungsübernahme gesteigert. Die realistische Selbsteinschätzung, an und über Grenzen gehen, Motivation, Angst, Lebensfreude und Frust sind Bestandteil des Klettertrainings.